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Pressemitteilung vom 13.03.2012

Ludwigsburg, den 13.03.2012

Fahrschulen unter Druck -
aber Fahrlehrer engagiert

Die repräsentative Expertenumfrage 2012 der
DATAPART Factoring GmbH belegt: Trotz dunkler
Zukunftsaussichten haben die meisten Fahrlehrer
Spaß am Beruf

Schwierige Zeiten für Deutschlands Fahrschulen: Knapp 40 Prozent der Fahrlehrer
halten laut der jüngsten DATAPART-Expertenbefragung 2012 die Wettbewerbssituation
untereinander für „angespannt“, mehr als 20 Prozent für „sehr angespannt“. Noch
einmal gut 20 Prozent sprechen sogar von „ruinösem“ Wettbewerb. Insgesamt stehen
damit mehr als 80 Prozent aller Fahrlehrer unter starkem Wettbewerbsdruck.

Das ergibt sich aus einer repräsentativen Umfrage an Fahrschulen der DATAPART
Factoring GmbH, die zur Datenerhebung fast alle 11.000 Fahrschulen in Deutschland
angeschrieben hatte und darauf mehr als 1.000 Rückmeldungen erhielt.


Darüber, welche Kriterien bei der Gewinnung neuer Fahrschüler punkten, gehen
die Meinungen recht weit auseinander. Für 43 Prozent steht die „Empfehlung“ im
Vordergrund, 21 Prozent halten den „Standort“ für ausschlaggebend. Ebenfalls fast
21 Prozent glauben, dass neue Fahrschüler über „Preise“ zu ködern sind und nur
für fünf Prozent ist „Werbung“ der wesentliche Faktor.


Die Zukunftsaussichten haben sich in den Augen der Fahrlehrer verschlechtert.
Schauten 2011 noch 31 Prozent der Befragten optimistisch in die Zukunft, sind es
jetzt nur noch knapp 30 Prozent. Nur gut vier Prozent schätzen die Zukunft ihrer
Fahrschule als „sehr vielversprechend“ ein, 25 Prozent immerhin als „gut“. Für
„gleichbleibend“ entscheiden sich knapp 31 Prozent, als „angespannt“ immerhin
noch 30 Prozent. Knapp zehn Prozent sehen für die Zukunft schwarz und
bezeichnen sie als „sehr schwierig“. Sicher ist: In den nächsten zehn Jahren
wird sich nicht nur der Wettbewerb weiter verschärfen, sondern auch die Anzahl
der potenziellen Führerscheinanwärter demografisch bedingt abnehmen.


Eines lassen sich die meisten Fahrlehrer trotz des schwierigen Umfeldes allerdings
nicht nehmen: den Spaß am Beruf. Fast 61 Prozent und damit das Gros der Befragten
gaben diesen Antrieb auf die Frage an, was sie weiter motiviere, als Fahrlehrer tätig
zu sein. Gut 21 Prozent ziehen ihre Zufriedenheit aus „idealistischen Gründen“, nur
knapp acht Prozent begründen ihren Verbleib im Job mit dem „Verdienst“. Allerdings
zieht jeder Zehnte seine Arbeitsmotivation einzig aus „fehlenden Alternativen“ für
einen anderen Job.

Die Berufsauffassung dagegen ist kerngesund. Als wichtigste Eigenschaft eines
Fahrlehrers nennen gut 43 Prozent „pädagogisches Geschick“, fast 39 Prozent stellen
die „fachliche Kompetenz“ in den Vordergrund. Immerhin mehr als 12 Prozent glauben,
„Idealismus“ sei am wichtigsten, wobei nicht einmal sechs Prozent eine gewisse
„Leidensfähigkeit“ für wichtig halten.


„Ich bin positiv überrascht, dass die meisten Fahrlehrer, trotz widriger wirtschaftlicher
Umstände, Spaß am Job haben“, sagt Matthias Wimpff, Vorstand der ACADEMY Holding
AG und Geschäftsführer der Tochtergesellschaft DATAPART Factoring GmbH, in seinem
Fazit, „aber wir dürfen nicht vergessen: Viele Fahrlehrer und –innen sind zwar gute
Ausbilder, jedoch nicht alle sind auch dann perfekt, wenn es um die kaufmännischen
Dinge geht. Nach unserer Einschätzung gibt es einfach zu viele kleine Fahrschulen, die
allein wohl nur schwerlich überleben werden. Da werden in näherer Zukunft mehr
oder weniger schmerzliche Anpassungsprozesse passieren.“


Tatsächlich erwirtschaften 50 Prozent aller Fahrschulen in Deutschland einen Umsatz
von weniger als 100.000 Euro im Jahr, nur 0,5 Prozent erzielen Umsätze von mehr als
einer Million Euro – bei einer Gesamtwertschöpfung von rund 1,8 Milliarden Euro.


Trotz aller dunklen Wolken über der Branche sind auch positive Facetten für den
Nachwuchs zu erkennen. Matthias Wimpff weiß: „Wir werden es bald mit einem
akuten Fahrlehrermangel in Deutschland zu tun haben, weil viele ältere Kollegen
jetzt aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Dieser Beruf hat Zukunft, denn die
Fahrschulen haben eine außerordentlich wichtige Funktion, den hohen Standard
der Sicherheit auf Deutschlands Straßen zu halten und noch weiter zu verbessern.

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